Deine Katze verrät dich

Deine Katze verrät dich! (und was das mit Meta Daten zu tun hat)

Im Zeitalter des Internets sollte jedem klar sein, wer die wirklichen Herrscher über unsere Welt sind. Es ist kein gewählter Präsident, keine geheime Untergrundregierung und auch kein verrückter Despot einer aufstrebenden Atommacht. Es sind viel unscheinbarere Wesen. Wesen, die bereits seit den Ägyptern diese Welt beherrschen, die sich majestätisch und leise auf Samtpfoten bewegen. Richtig. Es sind Katzen. Das Internet ist voll mit Bildern von Ihnen. Und jeder, der sich glücklich schätzen darf Untertan eines dieser Tiere zu sein, hat auch schon ein Bild selbiger auf irgendeinem sozialen Netzwerk veröffentlicht. Unbestätigten Schätzungen zufolge soll es sogar mehr Katzenbilder im Internet als Sterne am Himmel geben. Doch was ist, wenn genau das ein Problem ist?

Wenn genau diese süßen Bilder deiner Katze der ganzen Welt wirklich sensible Daten verraten? Und zwar deinen genauen Wohnort! Ohne dass dir das bisher bewusst war. Ohne dass du irgendetwas falsch gemacht hast. Die Seite „I know where your Cat lives“(https://iknowwhereyourcatlives.com/) zeigt genau das! Denn diese Seite analysiert Katzenbilder aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter und liest die sogenannten „Meta-Daten“ aus. In diesen Meta Daten stecken viele Informationen über das Foto.

Meta Daten – Das Problem

Daten wie Uhrzeit der Aufnahme, Blende, Belichtungszeit, Brennweite und Iso-Wert. Zugegeben, nichts worüber man sich Gedanken machen bräuchte, denn sie lassen nur Rückschlüsse auf die verwendete Kamera zu. Das ist aber leider nur ein kleiner Teil. Denn dazu kommen Daten wie: Name des Fotografen und Geo-Informationen. Diese sind der genaue Längen und Breitengrad, an dem das Bild entstanden ist. Lädt man nun ein Bild in ein soziales Netzwerk hoch werden diese Angaben, für den Fotograf unsichtbar, mit verbreitet.

Man möchte meinen, dass das bei Katzenbildern auch noch nicht das größte Problem ist. Allerdings fungiert die Seite eher als eine Art „Proof of Concept“ um den Leuten die dahinter steckende Problematik anhand eines relativ alltäglichen Themas klar zu machen. Denn denkt man weiter, so tun sich doch einige Szenarien auf, die einem ein mulmiges Gefühl verschaffen.

Szenario 1

Man postet regelmäßig Fotos aus der Küche, von der Couch oder dem Balkon mit Meta Daten. Das heißt jeder der Zugriff auf diese Bilder hat, kann einfach herausfinden wo genau man sich selbst mit den gezeigten Gegenständen befindet. Nun fährt man in den Urlaub und verschickt Bilder vom Strand, ist also für alle sichtbar längere Zeit nicht zu Hause. Leute die mit den Gegenständen in deiner Wohnung, wie Fernseher, MacBook und Spielekonsole etwas anfangen können, brauchen nun nur die Daten deiner vorherigen Fotos in Google-Maps eingeben und haben deine genaue Adresse und können sich so relativ problemlos bedienen.

Szenario 2

Auf was ist man genau so stolz wie auf seine Katze? Genau! Auf die eigenen Kinder. Und deshalb posten viele Eltern auch von diesen Fotos öffentlich in soziale Netzwerke. Von diesen ist durch die Meta Daten also nun auch der genaue Standort öffentlich bekannt. Dies allein sollte ausreichen, um zu verdeutlichen, warum diese Meta Informationen ein echtes Problem darstellen können.

Meta Daten – Die Lösung

Als Verwender eines VPN´s müssen wir dir wahrscheinlich nicht sagen, dass man mit im Internet geteilten Informationen vorsichtig umgehen sollte. Denn man weiß nie wer mit liest und wofür die Informationen genutzt werden.

Die Meta-Informationen entfernen ist auf Windows Computern relativ einfach

  • Rechtsklick auf das Bild
  • Eigenschaften auswählen
  • Den Reiter „Details“ auswählen
  • Ganz unten „persönliche Informationen entfernen“ klicken

Fertig.

In einem zukünftigen Blogeintrag werden wir dir außerdem noch weitere Informationen dazu geben und auch Wege die Meta Daten zu entfernen für Smartphones präsentieren.

Bleib also dran!

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