Russland sperrt populäre Pornoseiten

Die Gesetze zur Zensur des Internets in Russland haben mit Pornoseiten ausnahmsweise ein Opfer gefunden, das auch bei der Bevölkerung für Verärgerung sorgt. Im Zuge einer neueren Sperrwelle wurden daher einige populäre Pornoseiten im Web vom Zugriff aus Russland ausgeschlossen. Zudem besagen die neuen Methoden, dass es auch illegal wäre, sich über einen VPN Zugang zu diesen Seiten zu verschaffen. Trotzdem werden die Anbieter kreativ, da gerade in diesem Bereich die Zahl der russischen Besucher eine große Rolle spielen kann.

Die Sperren der Pornoseiten im Internet

Die Sperrung dürfte weder für die Portale selbst noch für die Nutzer in Russland wirklich überraschend kommen. Schon im letzten Jahr waren viele Seiten aus dem Bereich Erotik zeitweise von der staatlichen Zensur gesperrt worden. Die Behörde Roscomnadzor ist dabei für den Zugriff von russischen Bewohnern auf alle Teile des Internets zuständig und hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder einen Namen durch Sperrungen gemacht. So war das Community-Portal Reddit für einige Monate verschwunden, da ein entsprechender Artikel auf der Seite zu finden war, welcher unter die Inhalte der Zensur fiel. Dabei ging es um Verbindungen von oberen Politikern Firmenbossen.

Das Ministerium für Zensur im Internet in Russland

Dabei ist die umfassende Macht der Roscomnadzor schon seit längerer Zeit ein Problem. Zwar müssen angeblich unabhängige Richter die Sperrungen freigeben und dafür sorgen, dass diese von den Providern in Russland angesetzt werden – die Realität sieht in der Regel anders aus. Die meisten Sperren sind politisch begründet oder mit einer politischen Zensur der Nachrichten verbunden. Anders sieht es allerdings in diesem Fall aus.

Pornoseiten wie YouPorn und PornHub, die ihre Wurzeln übrigens in Deutschland haben, sind schon länger auf der Liste der Zensoren in Russland. Einzig die Begründung für die Sperre fällt bei diesem Mal etwas sonderbar aus: Ein Richter lässt sich mit den Worten zitieren, dass es wohl einen Verstoß gegen die Altersbeschränkungen gegeben habe oder irgendwas mit Kindern auf den Pornoseiten zu sehen war. Da es sich bei beiden Dingen um Verstöße gegen die Richtlinien der Pornoseiten handelt wäre dies zumindest eine überraschende Entwicklung.

Zugriff auf Pornoseiten weiterhin per VPN möglich

Auch diese Sperrung hat wieder für Proteste in den sozialen Netzwerken und auch auf den Straßen der Städte gesorgt. Inzwischen zeigen sich verschiedene Gruppen innerhalb der russischen Bevölkerung besorgt über die Entwicklungen der Zensur im eigenen Land. Wenn davon auch noch die private Unterhaltung, wie in diesem Fall, betroffen ist, führt es zu einer Unzufriedenheit bei den Nutzern. Vor allem führt es aber dazu, dass die russischen Surfer sehr kreativ darin werden, neue Möglichkeiten zu finden, wie sie die gesperrten Webseiten trotzdem aufrufen können. Dabei nimmt noch immer das Thema der VPN-Verbindungen die dominierende Rolle ein.

Die VPN Kanäle – oder Tunnel, wie sie im Fachjargon auch genannt werden – ermöglichen die Umgehung der verschiedenen Sperren in Russland. Durch eine direkte Verbindung auf einen Server außerhalb von Russland ist es möglich, über die unterschiedlichen Terminals die gesperrten Webseiten, darunter auch Pornoseiten, aufzurufen. Inzwischen befinden sich viele Anleitungen für die Nutzung von VPN-Verbindungen im Internet, mit denen die Zensur umgangen werden kann. Wie lange die Sperre in diesem Fall aktiv bleibt ist indes nicht bekannt: Bereits bei der letzten Sperre der Pornoseiten hatte das Ministerium für Zensur in Russland recht schnell ein Einsehen und die entsprechenden Seiten wieder freigegeben. Wer nun auch auf weitere zensierte Internetseiten zugreifen möchte, dem ist der 15-tägige, kostenlose Test der VPN Lösung von SpyOFF zu empfehlen.

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