Kuriose Fakten über Nordkorea

Kuriose Fakten über Nordkorea – Teil II

Laut seiner Verfassung ist Nordkorea eine Demokratie. Seinen Bürgern werden darin wichtige (westliche) Werte wie z. B. Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, demokratische Wahlen usw. garantiert. Nun war und ist Papier bekanntlich geduldig. In Wahrheit sind die Nordkoreaner nicht einmal frei bei der Wahl ihrer Kleidung. Jeans z. B. werden geradezu als Hommage an den Erzfeind USA betrachtet, aber immerhin zieht man den Touristen dort die Hosen nicht aus.

 

  • 8.) Nordkorea ist die zweitglücklichste Nation der Welt
    Diese Information mag überraschen, deshalb haben wir uns Gedanken gemacht, woran das wohl liegen könnte: Es herrscht in Nordkorea eine „Drei-Generationen-Regel der Bestrafung“. Sie besagt, dass auch die Eltern, Großeltern und die Kinder mit ins Gefangenenlager abwandern müssen, wenn eine Person einen Gesetzesübertritt wagt. Einerseits werden alle diese weggesperrten Menschen in der Statistik nicht weiter erfasst, und der Delinquent ist nie einsam und allein, hat er doch immer seine ganze Familie bei sich. Eine andere Erklärung könnte auch darin liegen, dass 1990 alle Lehrer zum Akkordeonspielen verpflichtet wurden, und jeder weiß doch, dass Musik glücklich macht.
  • 9.) Nordkorea ist stolzer Besitzer eines US-Navy-Schiffs
    Hut ab vor dem einzigen Land auf der ganzen Welt, dem dies gelungen ist. Selbstverständlich führen die Nordkoreaner diese Trophäe auch stolz und gern ihren Touristen vor. Dabei sprudelt dann jedes Mal der Reiseführer vor Wut darüber, dass der amerikanische Imperialismus sein kleines unschuldiges Land seit Jahrzehnten bedroht.Die USS Pueblo mit der Kennung „AGER-2“ war ein Aufklärungsschiff der U.S. Navy und wurde 1968 durch die nordkoreanische Marine gekapert. Ihre Besatzung wurde in Gefangenenlagern misshandelt. Erst nach einem schriftlichen Zugeständnis der USA, mit dem Inhalt, dass es sich um ein Spionageschiff gehandelt habe in Verbindung mit einer Entschuldigung sowie der Zusicherung, nie wieder Spionage zu betreiben, kamen die noch lebenden 82 Besatzungsmitglieder endlich frei. Das Schiff liegt heute im Hafen von Pjöngjang im Bezirk P’yŏngch’ŏn-guyŏk.
  • 10. Nordkorea klaute schwedische Autos
    1974 ließ sich eine geschäftstüchtige schwedische Regierung dazu verleiten, 1000 „Volvo 144 Sedan“ an Nordkorea zu verkaufen. Die Rechnung dafür im heutigen (verzinsten) Wert von 300 Millionen Euro hat Nordkorea nie bezahlt. Aber der Form halber erhält Pjöngjang alle Jahre wieder seine Mahnung
  • 11. NADA ist die nordkoreanische Raumfahrtbehörde
    Bezeichnenderweise bedeutet „nada“ auf Spanisch „nichts“. Und in der Tat, wer einmal den Vorzug genießen darf, das Raumfahrtmuseum in Pjöngjang zu besuchen, wird dort nicht viel bestaunen können, wohl aber gibt es dort riesige Bilder von Raketenstarts, die paar fleißige Nordkoreaner mit leidlicher Photoshop-Erfahrung an die Wände gebracht haben.
  • 12. Jeans verboten
    Die in Nordkorea glücklose Hose ist überhaupt das Markenzeichen des Erzfeindes USA, den Nordkoreanern ist dieses Kleidungsstück strengstens untersagt. Damit Touristen weiter wichtige Devisen ins Land tragen, drückt man ihnen gegenüber beide Augen zu.
  • 13. Nordkorea ist eine Demokratie
    In der „North Korea Constitution“ steht es geschrieben, dass das Land Werte vertritt, und diese heißen u. a. Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit. Darüber hinaus sind selbstverständlich regelmäßige freie demokratische und geheime Wahlen vorgesehen. Wer’s glaubt, wird selig.
  • 14. Das nordkoreanische Wahlrecht
    Es gibt drei Parteien:
    – PdAK = (Kommunistische) Partei der Arbeit Koreas
    – KSDP = Koreanische Sozialdemokratische Partei
    – PjFC = Partei der Jungen Freunde der Chondo-Religion
    Alle drei gemeinsam bilden die „Demokratische Front zur Vereinigung des Vaterlandes“. Alle fünf Jahre darf/muss jeder Nordkoreaner sein Kreuz an der richtigen Position machen, wobei trotz des Dreiparteiensystems stets nur die PdAK zur Wahl steht.
  • 15.) Der Vater aller Fans
    Im Jahre 1978 wurde der erfolgreiche Filmregisseur Shin Sang-ok aus Südkorea nach Nordkorea entführt. Den Befehl dazu gab damals Kim Jong-il, der ein ganz großer Filmliebhaber war. Um auch in Nordkorea gute Filme produzieren zu können, brauchte er halt einen super Regisseur, ist doch logisch. Und tatsächlich produzierte Shin Sang-ok während seiner Gefangenschaft sechs Filme, der Bekannteste aus dieser Zeit ist „Pulgasari“. Er selbst betrachtete seinen Film „Heimatlos“ als sein bestes Werk. Im Jahre 1986 gelang ihm endlich seine Flucht.

 

Laughing_Clapping_Smoking_Kim_Jong_Un_sure_does_enjoy_his_rocket_launches

 

In der nächsten Staffel berichten wir dann über die Anstrengungen Nordkoreas, zu den Atommächten zu gehören, was in den letzten Jahren mit 4 größeren Kernwaffentests unter Beweis gestellt wurde.

Die SpyOFF VPN-Software für Ihr Smartphone

VPN-App herunterladen VPN-App für iOS herunterladen

 

Kommentar verfassen