Kuriose Fakten über Nordkorea

Kuriose Fakten über Nordkorea Teil I

Laut seiner Verfassung ist Nordkorea eine Demokratie. Seinen Bürgern werden darin wichtige (westliche) Werte wie z. B. Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, demokratische Wahlen usw. garantiert. Nun war und ist Papier bekanntlich geduldig. In Wahrheit sind die Nordkoreaner nicht einmal frei bei der Wahl ihrer Kleidung. Jeans z. B. werden geradezu als Hommage an den Erzfeind USA betrachtet, aber immerhin zieht man den Touristen dort die Hosen nicht aus.

 

  1. Der Präsidentenkult
    Kim Il-sung gilt als der Gründervater Nordkoreas, er starb 1997. Kurz danach wurde er zum „Eternal President“ ernannt, was in etwas „der ewige Präsident“ bedeutet. Im Grunde genommen ist also Kin Il-sung noch heute der Präsident Nordkoreas. Kim Jong-un, der den meisten Lesern als aktueller Präsident sicher nicht verborgen geblieben ist, ist lediglich Oberster Führer der Partei und des Militärs. Seit 2012 ist es offiziell auch erlaubt, ihn als „Great Marshall“ zu bezeichnen.
  2. Wir schreiben das Juche-Jahr 105
    Neun Jahre nach dem Tode Kim Il-sungs wurde ihm zu Ehren offiziell der Chuch’e-Kalender eingeführt, dessen Jahr 1 dem Geburtsjahr 1912 von Kim Il-sung entspricht. In allen offiziellen Angelegenheiten gilt dieser Kalender, und daher schreiben wir heute nach nordkoreanischer Überzeugung das Jahr: Juche 105 (2016).
  3. Kim Jong-il kackt nicht
    Sein grandioser Sohn und Amtsnachfolger Kim Jong-il besticht mit einer ganz fantastischen Führungsfähigkeit: Er braucht nicht auf die Toilette, also für das große Geschäft. Die Website Nordkoreas, die diese interessante Information im Rahmen der Biografie Kim Jong-ils verarbeitet, ist inzwischen übrigens offline, was aber seine anderen wundersamen Leistungen wie z. B. die Fähigkeit, das Wetter beeinflussen zu können, nicht schmälern soll.
  4. Das Golf-Genie Kim Jong-il
    Im Jahre 1994 nahm Kim Jong-il erstmalig an einem Golfspiel teil mit dem höchst unwahrscheinlichen Ergebnis von 11 Assen innerhalb einer Runde, so jedenfalls der Bericht der staatlichen Medien. Für alle, die sich im Golf nicht so gut auskennen: Die Chance, in einer Runde 2 Asse zu schlagen, beträgt 1 zu 67 Millionen. Jene, 6 Richtige im Lotto zu tippen, liegt bei 1 zu 14 Millionen.
  5. Seine Geburt als Fest der Regenbogen
    Der offiziellen Biografie von Kim Jong-il ist weiterhin zu entnehmen, dass er nahe dem Berg Baekdu in einem geheimen Militärcamp geboren wurde, es war die Zeit der japanischen Besatzung Nordkoreas. Und seine Geburt wurde sogleich mehrfach angekündigt, und zwar von einem doppelten Regenbogen, durch den Aufgang eines neuen Sterns und außerdem war da auch noch eine Schwalbe am Himmel. Es gab in jenem denkwürdigen Jahr 1941 allerdings auch ein paar sowjetische Zeitzeugen, die seine recht unspektakuläre Geburt in dem kleinen sibirischen Dorf Vyatskoye mit erlebt haben. An Regenbogen & Co. konnte sich aber niemand erinnern.
  6. Wilde Studentenjahre in der Schweiz
    Es war einmal ein kleines Moppelchen, das geradezu verrückt danach war, Basketball zu spielen und keine Ahnung von Politik hatte. Sein Name war Pak Un, und er war der Sohn eines nordkoreanischen Botschaftsmitarbeiters. So jedenfalls die offizielle Lesart an der „International School of Bern“. In Wahrheit hieß der kleine Dicke Kim Jong-un, und der Name seines Vaters war Kim Jong-il.
  7. Popmusik ist Sache des Großen Marshalls
    Kim Jong-un höchst selbst stellte die Moranbong Band zusammen. Die Rede ist hier von der ersten Frauenband Nordkoreas. Die jungen Damen mischen stilistisch geschickt Pop, Rock und Fusion. Unter dem Titel „Without A Break“ lässt sich bestimmt eine Hörprobe finden. Die Gründung der Band im Jahre 2012 sollte zugleich ganz offiziell eine Wende in Kunst und Literatur einläuten.
  8. Eines der weltweit glücklichsten Länder
    Einer Studie zufolge sind es gerade eher die isolierten Diktaturen, die geradezu ein Garant für glückliche Völker zu sein scheinen. Nach China und Nordkorea auf den Glücksplätzen 1 und 2 folgen Kuba, Iran und Venezuela. So ganz abwegig ist das Ergebnis nicht, wissen wir doch, dass sich verwöhnte Kinder kaum für eines ihrer 14.387 Spielzeuge entscheiden können, und verhungernde Menschen ein wahnsinniges Glücksgefühl erleben, wenn ihnen jemand ein halb verschimmeltes Stück Brot schenkt. Es ist eben alles relativ.

 

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