Datenschutz und anonym surfen wird immer wichtiger

Datenschutz und gewinnt weiter an Bedeutung

Vielfach ist die Nutzung des Internets noch von Leichtsinn geprägt. Die gravierenden Folgen werden bei medienwirksamen Vorfällen wie dem Ashley Madison Hack offenbart. Mitte 2015 wurden Kundendaten des Seitensprungportals Ashley Madison in den USA durch Sicherheitslücken in ihren IT-Systemen öffentlich.

Sicherheitslücken und Leaks haben weitreichende Folgen

Das Problem dabei sind nicht allein die unerwünschten Seiteneffekte auf das Privatleben durch das Bekanntwerden der Inanspruchnahme eines (in diesem Fall pikanten) Dienstes. Es kann schlimme Konsequenzen haben, wenn, wie im Fall von Ashley Madison, umfangreiche Datensätze in falsche Hände geraten. Bei diesem Vorfall waren nicht allein Details zu sexuellen Präferenzen betroffen, sondern auch Namen, Adressen und Konto- oder Kreditkarteninformationen. Äußerst unangenehm wird es nicht erst mit dem Bekanntwerden eines Leaks. Dass Sicherheitsvorfälle unbemerkt bleiben, ist nicht unwahrscheinlich, schließlich gehen Daten bei einem Hackerangriff nicht physisch verloren. Schaden kann durch Nutzung geklauter Informationen ganz im Geheimen stattfinden. Die möglichen Folgen neben Outing und Erpressung reichen vom Missbrauch der Zahlungsinformationen bis hin zum Identitätsdiebstahl. Verschärfungen der gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz wie jüngst zur Safe Harbor Vereinbarung sind zu begrüßen. Doch sie helfen nicht, wenn es um Daten geht, die Nutzer freiwillig preisgeben. Hier ist jeder selbst am Zug.

Anonym Surfen zum Schutz der eigenen Identität

Wer den Grundsatz der Datensparsamkeit verinnerlicht, ergreift bereits im Vorfeld erste Gegenmaßnahmen gegenüber möglichen Missbrauchsszenarien. Denn Informationen, die ein Anbieter nicht hat, kann er nicht an Hacker verlieren. Die Angabe realer Daten wie Klarnamen, Adresse und Kontoverbindung oder Kreditkartennummer sollten nur dort erfolgen, wo sie unbedingt erforderlich sind. Ansonsten sind Pseudonyme und Wegwerf-E-Mail-Adressen die bessere Wahl. Bekannt auch als Trash-Mail taugen diese besonders, wenn nur ein Bestätigungslink geklickt werden muss, um die Anmeldung in einer Community zu vervollständigen. Die Zahlung mit Prepaid-Kreditkarten hilft, die echten Kontoinformationen zu verbergen.

Mit getunnelter VPN Verbindung sicher surfen

Anonym Surfen hilft jedoch nicht, wenn ein Anbieter bestimmte Daten benötigt, um Dienstleistungen zu erbringen oder Waren zu liefern. Sind echte Daten erforderlich, gilt es, auf die Sicherheitsmaßnahmen seriöser Anbieter zu vertrauen und die Daten auf dem Weg zum Adressaten zu schützen. Innerhalb eines VPN (Virtual Private Network) wird die Kommunikation verschlüsselt. Ein lauschender Angreifer hat keinen Zugriff auf die Informationen im Klartext. Nebenbei kann man damit die eigene IP-Adresse verschleiern. Die Aktivitäten im Netz finden daher in einem geschützten Tunnel statt. Aufrufe von Webseiten lassen sich daher nicht ohne Weiteres zurückverfolgen. Neben einem Plus an Anonymität bietet das Surfen über VPN-Server im Ausland auch den Vorteil, länderspezifische IP-Sperren umgehen zu können.

Kommentar verfassen